Verfasst von: Thea | 16. August 2009

Ist es wirklich das, was ich will?

Als ich letzte Woche in der Ambulanz des Kreiskankenhauses Bad Reichenhall behandelt wurde, hatte ich eine Art Schlüsselerlebnis:

Während ich da so warte, bis meine Infusion endlich durch ist, Bekomme ich folgende Situation mit:

Eine ältere Dame kommt, sich vor schmerzen krümmend, direkt aus dem Gasthof. Letzte Woche hatte sie einen Leistenbruch, wollte sich aber unter keinen Umständen je wieder operieren lassen. Auch wenn sie sonst stirbt.

Aus einem anderen Behandlungszimmer hört man einen betrunkenen jungen Mann schreien: „Ich bin doch auch schon 21, ich kann doch auch nicht mehr so schnell von 0 auf 100 kommen! Jetzt lassen Sie mich gefälligst in Ruhe! Ich will jetzt wieder nach Hause, es ist mir egal, dass ich mir den Knöchel gebrochen habe!!!“

Kurze Zeit später wird von dem Rettungsdienst (mit NA Begleitung) eine weitere ältere Frau gebracht. Verdacht auf OSH#. Sie schreit vor Schmerzen die gesamte NA zusammen. Ich bin total müde, mir geht es verdammt beschissen schlecht und möchte eigentlich nur schlafen. Aber nicht bei diesem Lärm.

Ich habe mich ernsthaft gefragt, ob es wirklich das ist, was ich später mal machen will. Lange Zeit habe ich darüber nachgedacht. Auch als ich eine halbe Woche später 2 Tage lang stationär in diesem Krankenhaus war.

Aber ich bin zu dem Schluss gekommen, dass ich auch jetzt schon mit ähnlichen Situationen klar komme.

 

Die Medizin ist weiterhin das, was ich will!

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